Francisco Araiza
FachGesang

Biografie

Dieser vielseitige Künstler, der bereits als bester Mozart- und Rossini-Interpret Weltberühmtheit erlangt hatte, entwickelte sich ab 1983 zu einem der führenden Vertreter des dramatischen italienischen, französischen und deutschen Repertoires mit Rollen wie Edgardo, Alfredo, Herzog von Mantua, Riccardo III., Don Alvaro, Don Carlo, Rodolfo, Pinkerton, Cavaradossi, Andrea Chenier, Des Grieux, Faust, Hoffmann, Werther, Romeo, Don Jose und insbesondere als jugendlicher Held im Wagner- und Straussfach.

Die Höhepunkte dieser ungewöhnlichen Karriere sind: die Berufung durch Herbert von Karajan 1980 zu den Salzburger Festspielen, sowie die Aufnahme der "Zauberflöte" unter seiner Stabführung kurz davor, der Belmonte in der letzten von Karl Böhm dirigierten Neuproduktion im selben Jahr in München, 1983 sein Einspringen in der Wiener Jean-Pierre Ponnelle-Inszenierung von "Manon", das den Beginn des Fachwechsels markierte, der "Faust" 1985 in der Regie von Ken Russell in Wien und anschließend unter Sir Colin Davis auf Platte, die Auszeichnung "Bestes musikalisches Ereignis 1988" für seinen Liederabend in Tokio, die triumphalen Rollendebüts von Lohengrin 1990 in Venedig (mit Christian Thielemann am Pult), Walter von Stolzing 1993 an der Metropolitan Opera New York (Regie:Otto Schenk, Dirigent:James Levine) und zuletzt als Feuergott Loge in Robert Wilsons Züricher "Ring"-Produktion, außerdem die Verleihungen der Mozart-Medaille der Universität Mexico City 1991, des Mario del Monaco-Preises "Otello d' Oro" 1995 und des Darsteller-Preises "Goldener Merkur" 1996 in München.