FachTrompete

Biografie

Otto Sauter ist als einer der führenden Trompetensolisten weltweit bekannt. Als Spezialist auf der Piccolo-Trompete ist er bereits in allen großen Konzertsälen aufgetreten.

Die musikalische Begabung des in Tengen am Bodensee geborenen Otto Sauter wurde früh gefördert. Im Alter von vier Jahren erhielt er den ersten Trompetenunterricht. Bereits mit 16 Jahren begann er sein Studium bei Claude Rippas am Konservatorium in Winterthur. Dort erwarb er 1984 sein Lehr- und Orchesterdiplom sowie ein Jahr später das Solistendiplom. Nach seinem Examen vertiefte er seine Studien bei Bo Nilsson in Malmö, Schweden und Pierre Thibaud in Paris.

Von 1988 bis 1998 war er Solotrompeter im Philharmonischen Staatsorchester in Bremen. Aufgrund seines großen Einsatzes in der Förderung des musikalischen Nachwuchses, rief er 1991 die jährlich stattfindenden Internationalen Trompetentage Bremen, eines der führenden Blechbläserfestivals der Welt, ins Leben mit Konzerten von u.a. Ray Charles, Maurice André, Montserrat Caballé, Clark Terry, Maynard Ferguson. 1994 gründete er die Internationale Trompeten-Akademie Bremen, ein einzigartiges Ausbildungsmodell für die talentiertesten Nachwuchstrompeter aus der ganzen Welt. An internationalen Hochschulen übt Otto Sauter eine rege Lehrtätigkeit aus. 1988 wurde er an die Hochschule für Künste in Bremen berufen. 1995 übertrugen ihm die Toho Gakuen School for Music in Tokio sowie die Universidad Metropolitana de Santiago de Chile Gastprofessuren.

Otto Sauter ist einer der gefragtesten Solisten auf der Piccolo-Trompete. Im Dezember 1995 spielte er mit dem Philharmonia Orchestra London im St. James Palace in Anwesenheit des Hausherrn Prinz Charles. 1998 gastierte er anläßlich der Gründung der „Deutschen Gesellschaft zur Restaurierung der vatikanischen Kunstschätze“ im Vatikan. Dort spielte er auch im August 2000 vor Papst Johannes Paul II. und 50.000 Audienzbesuchern in Begleitung der Philharmonia Hungarica während der „Festa Musica Pro Mundo VNO“. Seit Frühjahr 2001 gastiert er regelmäßig mit seinem eigenen Zyklus geistlicher Musik „Elevazione Spirituale“ im Vatikan. Im April 2001 konzertierte er in Begleitung des China National Symphony Orchestra, unter der Leitung von Muhai Tang, in der „Verbotenen Stadt“ in Peking.

Zu Gunsten des 50jährigen Bestehens von UNICEF Deutschland hat er 2003 eine Reihe von Konzerten initiiert und gegeben in Deutschlands schönsten Kirchen und Kathedralen, sowie die Eröffnungsgala des Schafhof-Festivals für UNICEF von Ann Kathrin Linsenhoff, der ehemaligen Weltmeisterin und Olympia Goldmedaillengewinnerin im Dressurreiten. Nach Singen am Hohentwiel lädt er jedes Jahr große Künstler wie Montserrat Caballé, Bobby McFerrin, Michael Mendl, Lucia Alibert, Mathieu Carrière ein, um für seine Stiftung, den Otto-Sauter-Hilfsfond, ein Benefizkonzert zu geben.

Mit der Serie „World of Baroque“ hat Otto Sauter bei EMI Classics begonnen, Konzerte seiner rund 600 Werke umfassenden Notensammlung verschollener Kompositionen barocker- und frühklassischer Meister wie u.a. A. Scarlatti, G. Reutter oder J. M. Molter, als Welt-Ersteinspielungen aufzunehmen sowie öffentlich aufzuführen, darunter auch Arien mit Sopran (u.a. Maki Mori) und Altus (u.a. Jochen Kowalski).

Otto Sauter widmet sich als Spezialist auf der Piccolo-Trompete aber nicht nur der Barockmusik sondern setzt sich auch für die Erweiterung des Repertoires an zeitgenössischer Originalliteratur für Piccolo-Trompete ein. So gab er u.a. Werke in Auftrag bei Julien Francois Zbinden, Harald Genzmer und Jan Koetsier. 2004 präsentierte er drei Welt-Uraufführungen von Werken des tschechischen Komponisten Juraj Filas, dessen Lehrer ein Schüler von Dvorák war, davon zwei auf dem Beethoven Fest in Bonn: Das Konzert für Piccolo Trompete und Sinfonie Orchester, aufgeführt mit dem Bonner Beethoven Orchester, das von der Bonner Rundschau als „Musik so emotional vehement wie Mahler und melodisch so schön wie Puccini“ charakterisiert wurde sowie die „Apassionata“ für Trompete und Orgel.

Das Jahr 2008 stand im Zeichen der Uraufführung des neuen Trompeten-Konzertes für Piccolo-Trompete und Sinfonie Orchester von Mikis Theodorakis, das der international renommierte griechische Komponist für Otto Sauter geschrieben hat. Sauter selbst sagt über seine Zusammenarbeit mit Mikis Theodorakis: „Selten hat ein Mensch mich so fasziniert, ja so oft zu Tränen gerührt. Mikis, der Mensch, dem so viel Unheil widerfahren ist, dessen Lebens- und Schaffenskraft jedoch ungebrochen ist. Mikis, der Komponist, dessen Musik Millionen berührt, begeistert, glücklich macht und in ihren Bann zieht – ihn unsterblich macht. Wenn ich an Mikis‘ Werk arbeite, atme ich den Duft der Zypressen, höre ich das Rauschen der Ägäis, spüre ich in jeder einzelnen Note Mikis Theodorakis“. Mit einer Ring-Uraufführung präsentierte Sauter das Werk in der Philharmonie in Köln und Berlin (Regie Gert Hof/ Arrangement Robert Gulya).

Getreu seinem Motto „Außergewöhnliche Musik braucht außergewöhnliche Orte“ eröffnete Otto Sauter im Mai 2004 das jährlich stattfindende „Wartburg-Festival“. Auf der legendären Wartburg, dem UNESCO Weltkulturerbe, wo einst Martin Luther die Bibel übersetzte, vereint er gute Freunde und namhafte Künstler wie Klaus Mertens, Matthias Eisenberg, Jochen Kowalski, Paul Kuhn, Spanish Brass, STING Gitarrist Dominic Miller, Level 42 Keyboarder Mike Lindup, Edson Cordeiro, Michael Mendl u.v.m. zu faszinierenden Festivalkonzerten im Festsaal der 1.000 jährigen Burg.

Im Juli 2005 eröffnete Otto Sauter als Künstlerischer Leiter das internationale Chor- und Musikfestival „Musica Sacra a Roma“ in Rom und im Vatikan. Weltstars der Musik, wie die Italienische Sopranistin Lucia Aliberti, das Malmö Symphony Orchestra, die Organisten Michael Schönheit Christian Schmitt u.v.m., kamen mit 32 Chören aus über 20 Nationen in exklusiven Festival-Konzerten in den schönsten und bedeutendsten Kirchen Roms und des Vatikans zusammen, um ein völkerverbindendes Zeichen für den Weltfrieden und die Ökumene zu setzen. „Musica Sacra a Roma“ steht unter der Schirmherrschaft von Seiner Eminenz Kardinal Paul Poupard, Präsident Pontificium Consilium De Cultura, Vatikan.

Anläßlich des Mozartjahres 2006 initiierte er den „Little Amadeus Aktionstag“ an deutschen Grundschulen gemeinsam mit dem TV Produzenten Peter Will der gleichnamigen Erfolgs-TV-Serie. Die Zeichentrickserie von KI.KA, ARD und ZDF – wurde mehrfach mit dem „Echo Klassik für Kinder“ ausgezeichnet. Das Projekt unter der Schirmherrschaft der Deutschen Mozart-Gesellschaft hat zum Ziel, Kindern klassische Musik auf unterhaltsame Weise nahe zu bringen. 2007 initiierte er als künstlerischer Leiter in Kooperation mit der Volkswagen AG Wolfsburg und der Deutschen Post AG, die Little Amadeus Live Kinderkonzertreihe. Die aufwendige Bühnenshow mit Schauspielern, original Filmeinspielern, Solisten und Sinfonie Orchester präsentierte sich in rund 70 Konzerten in einem Jahr in Deutschland, Österreich und der Schweiz, u.a. in der Deutschen Oper Berlin, dem Gewandhaus zu Leipzig, dem Mozarteum Salzburg, den Konzerthäusern Dortmund und Freiburg sowie der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden (Regie Joachim Jäckel/Drehbuch Klaus Wirbitzky). Für den ersten von drei geplanten Little Amadeus Kinofilmen hat er die Musik mit den Wiener Philharmonikern und Zubin Mehta aufgenommen.

Neben seiner solistischen Tätigkeit macht er auch mit dem von ihm gegründeten Ensemble „Ten of the Best“ Furore, das zehn der weltbesten Trompeter vereint und mit dem er regelmäßig erfolgreich auf Japan-, USA- und Europa-Tour geht. Im August 2001 eröffneten sie, mit einer eigens für dieses Ereignis komponierten Fanfare vor 70.000 Zuschauern, die Arena AufSchalke, das modernste Fussballstadion seiner Art in der Welt. Highlight 2006 unter seiner künstlerischen Leitung war die „Playtime Live City Concert Tour“, das deutschlandweite Musikfestival im Rahmen der FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2006TM, unterstützt durch das Organisationskomitee FIFA WM 2006, Schirmherr: Dr. Theo Zwanziger mit 16 Eventkonzerten von Bremen bis Ludwigshafen, von Rügen bis Norderney, auf repräsentativen öffentlichen Plätzen sowie an kulturhistorisch bedeutsamen Stätten, wie der Sächsischen Staatsoper Dresden, Semperoper und dem Marktplatz in der Händelstadt Halle. Als Musikprojekte präsentierte Otto Sauter „Ten of the Best plus one“, die auf Wunsch der FIFA mit 11 Trompetern an den Start gingen, sowie „The Power of Parsifal“, ein All-Star-Team der internationalen Jazz-Szene, beide im Zusammenspiel mit den Sinfonie-Orchestern der Konzertstädte.

Regelmäßig arbeitet Otto Sauter mit renommierten Künstlerkollegen und Charakterdarstellern aus dem Schauspielgenre zusammen, die er einlädt mit ihm neue Programme in Konzerten, auf Festivals und Tourneen zu präsentieren. Die Programme bilden eine Synergie aus Musik und literarischen Texten wie „Casanova: Wiedersehen mit einer großen Liebe“ mit Mario Adorf, „Venezianische Weihnacht“ mit Michael Mendl, „Heinrich von Kleist: Die Heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik“ mit Mathieu Carrière oder die „Tagebücher der Cosima Wagner“ mit Mareike Carrière.

Otto Sauter arbeitet mit Orchestern und Künstlern wie Wiener Philhamoniker, Philharmonia Orchestra London, RSO Prag, RSO des MDR und HR, Tschechische Philharmonie, Malmö Symphony Orchestra, Beethoven Orchester Bonn, Bachcollegium Leipzig, Sinfonia Varsovia, Wiener Kammerorchester, Münchner Kammerorchester, Staatliches Orchester Kiew, Cappella Istropolitana, Zubin Mehta, Daniel Barenboim, Christoph Poppen, Marcello Viotti, Hugh Wolff, Roman Kofmann, Mikis Theodorakis, Edita Gruberova, Maria Farantouri, Ray Charles, Maynard Ferguson, Maurice André, José Carreras, Gösta Winberg, Ivo Porgorelich, Elena Bashkirova, Montserrat Caballé, Lucia Aliberti, Jochen Kowalski, Bobby McFerrin, Michael Mendl, Mario Adorf, Mareike und Mathieu Carrière, Gert Hof, Edson Cordeiro, Level 42 Keyboarder Mike Lindup, Orange Blue Gitarrist Roland Cabezas, Sting Gitarrist Dominic Miller u.v.m.